Welche Vorteile erhoffen Sie sich durch die Einrichtung
der nicht gerade billigen Telearbeitsplätze?
Der Übersetzer-/Dolmetscher-Beruf wird überwiegend
von Frauen ausgeübt. Unsere Branche kommt deshalb
wegen Babypause und Erziehungsurlaub häufig in personelle
Engpässe. Mit der Einrichtung der Telearbeitsplätze
versprechen wir uns, das Know-how unserer Mitarbeiter
langfristig nutzen zu können. Damit sichern wir wiederum
unseren Kunden einen hohen Qualitätsstandard. Weitere
Vorteile bieten sich durch die flexiblere Arbeitszeitgestaltung
und eine effektivere Einsatzplanung. Die Durchlaufzeiten
der Aufträge lassen sich erheblich beschleunigen
und die Liefertermine für unsere Kunden verkürzen.
Als wesentlicher Aspekt kann die interne Sprachendatenbank,
die laufend aktualisiert wird, jederzeit genutzt werden.
Somit entstehen auch keine Probleme bei der Übernahme
der spezifischen Kundenterminologie, worauf die Unternehmen
sehr hohen Wert legen.
Welche Infrastrukturen mussten in Ihrem Übersetzungsbüro
und beim Homearbeitsplatz selbst geschaffen werden?
In rund zehn Jahren haben wir uns zum führenden
und größten Übersetzungsbüro in der
Region entwickelt und agieren zur Zeit mit mehr als 20
Mitarbeitern. Seit Jahren arbeiten wir daran, dass unsere
Mitarbeiter von extern auf die zentrale Datenbank zugreifen
können. Ein leistungsfähiger Server mit Doppelprozessor
und hohem Datendurchsatz ist nun die Lösung. In den
letzten Wochen und Monaten haben wir die Grundlage für
die Installation der Telearbeitsplätze geschaffen.
Die interne Auftragsabwicklung kann jetzt mit den externen
Mitarbeitern auf reiner Online-Basis erörtert werden.
Sie sind wie im Büro vor Ort aktiv in alle Details
der Geschäftsabläufe eingebunden. Sämtliche
auftragsrelevanten Informationen erhalten die Telemitarbeiter
über das interne E-Mail-System. Am Arbeitsplatz daheim
reicht ein gewöhnlicher Standard-PC völlig aus.
Inwiefern lassen sich der Expansionskurs und das
internationale Sprachenangebot für die Kunden dank
der neuen Telearbeitsplätze ausbauen?
Übersetzung in momentan wenig geforderten Sprachen
können mit Hilfe der Telearbeitsplätze in einer
Zeit der Globalisierung viel leichter angeboten werden.
Unser Leistungsumfang umfasst derzeit über zehn Sprachen.
Jetzt können wir unser Angebot kundenspezifisch ausbauen
und es individuell anpassen. So ist die Aufnahme von östlichen
Sprachen wie Bulgarisch, Ungarisch, Slowenisch/-Slowakisch,
Bosnisch, Serbisch und Kroatisch oder der asiatischen
Sprachen wie Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Taiwanesisch
jederzeit möglich. Wir sind flexibel und das qualifizierte
Personal kann ortsungebunden eingesetzt werden. Unsere
Telemitarbeiter durchlaufen zunächst im Büro
vor Ort ein spezielles Traineeprogramm. Danach arbeiten
Sie bei flexibler Zeiteinteilung selbständig von
zu Hause aus.
Wirtschaft und Arbeit
Schwäbische Zeitung v. 20.07.01
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