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Übersetzungsbüro schafft mit Telearbeit

Aichhaldener Dolmetscher begehrt / Personelle Engpässe flexibel überwunden

Aichhalden (avi). Mit Sprachen die Welt erobern: Das ist Programm bei der RKT Übersetzungs- und Dokumentations GmbH in Aichhalden bei Schramberg.
Die zunehmend globale Ausrichtung deutscher Unternehmen beschert den Schwarzwälder Übersetzungsprofis volle Auftragsbücher. Das Unternehmen ist auf Expansionskurs. Mit der Einrichtung von Telearbeitsplätzen begegnet der Betrieb mit über zwölf Sprachspezialisten personellen Engpässen. Über die für die Branche einzigartige Innovation sprach unser Mitarbeiter Anton A. Villing mit Roland Trost, Geschäftsführer der RKT Übersetzungs- und Dokumentations GmbH.

Welche Vorteile erhoffen Sie sich durch die Einrichtung der nicht gerade billigen Telearbeitsplätze?

Der Übersetzer-/Dolmetscher-Beruf wird überwiegend von Frauen ausgeübt. Unsere Branche kommt deshalb wegen Babypause und Erziehungsurlaub häufig in personelle Engpässe. Mit der Einrichtung der Telearbeitsplätze versprechen wir uns, das Know-how unserer Mitarbeiter langfristig nutzen zu können. Damit sichern wir wiederum unseren Kunden einen hohen Qualitätsstandard. Weitere Vorteile bieten sich durch die flexiblere Arbeitszeitgestaltung und eine effektivere Einsatzplanung. Die Durchlaufzeiten der Aufträge lassen sich erheblich beschleunigen und die Liefertermine für unsere Kunden verkürzen. Als wesentlicher Aspekt kann die interne Sprachendatenbank, die laufend aktualisiert wird, jederzeit genutzt werden. Somit entstehen auch keine Probleme bei der Übernahme der spezifischen Kundenterminologie, worauf die Unternehmen sehr hohen Wert legen.

Welche Infrastrukturen mussten in Ihrem Übersetzungsbüro und beim Homearbeitsplatz selbst geschaffen werden?

In rund zehn Jahren haben wir uns zum führenden und größten Übersetzungsbüro in der Region entwickelt und agieren zur Zeit mit mehr als 20 Mitarbeitern. Seit Jahren arbeiten wir daran, dass unsere Mitarbeiter von extern auf die zentrale Datenbank zugreifen können. Ein leistungsfähiger Server mit Doppelprozessor und hohem Datendurchsatz ist nun die Lösung. In den letzten Wochen und Monaten haben wir die Grundlage für die Installation der Telearbeitsplätze geschaffen. Die interne Auftragsabwicklung kann jetzt mit den externen Mitarbeitern auf reiner Online-Basis erörtert werden. Sie sind wie im Büro vor Ort aktiv in alle Details der Geschäftsabläufe eingebunden. Sämtliche auftragsrelevanten Informationen erhalten die Telemitarbeiter über das interne E-Mail-System. Am Arbeitsplatz daheim reicht ein gewöhnlicher Standard-PC völlig aus.

Inwiefern lassen sich der Expansionskurs und das internationale Sprachenangebot für die Kunden dank der neuen Telearbeitsplätze ausbauen?

Übersetzung in momentan wenig geforderten Sprachen können mit Hilfe der Telearbeitsplätze in einer Zeit der Globalisierung viel leichter angeboten werden. Unser Leistungsumfang umfasst derzeit über zehn Sprachen. Jetzt können wir unser Angebot kundenspezifisch ausbauen und es individuell anpassen. So ist die Aufnahme von östlichen Sprachen wie Bulgarisch, Ungarisch, Slowenisch/-Slowakisch, Bosnisch, Serbisch und Kroatisch oder der asiatischen Sprachen wie Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Taiwanesisch jederzeit möglich. Wir sind flexibel und das qualifizierte Personal kann ortsungebunden eingesetzt werden. Unsere Telemitarbeiter durchlaufen zunächst im Büro vor Ort ein spezielles Traineeprogramm. Danach arbeiten Sie bei flexibler Zeiteinteilung selbständig von zu Hause aus.

Wirtschaft und Arbeit
Schwäbische Zeitung v. 20.07.01